Krippen-Palast

Holzschnitzkunst zu Weihnachten sehr beliebt

Wenn man in der Adventszeit den Menschen auf die Fenster und in die Wohnzimmer schaut, dann stellt man fest, dass auch immer mehr jüngere Menschen zu den Anhängern der Holzschnitzkunst gehören. Besonders beliebt sind dabei die Räuchermännchen, bei denen die verschiedenen Berufsgruppen nachgebildet werden. In der Holzschnitzkunst erfreuen sich dabei vor allem die Figuren der Nachtwächter und Schäfer großer Beliebtheit. Hier ist es nicht nur der Duft, der von ihnen ausgeht, sondern auch das natürliche Material schafft eine heimelige Atmosphäre. Doch aus den Werkstätten der Holzschnitzkunst wandern in der Adventszeit noch mehr einzigartige Stücke in den Handel und von dort in die Dekoration von Schaufenstern und Wohnräumen. So erinnert der Schwibbogen in seiner Form noch heute an den Eingang eines Bergwerkstollens. Auch als Motive für die Schnitzereien werden häufig Motive aus dem Leben der Bergleute ausgewählt. Der Tradition nach werden sie mit Kerzen bestückt, doch aus Gründen des Brandschutzes geht man heute immer häufiger zu einer elektrischen Beleuchtung über. Zu den Meisterstücken der Holzschnitzkunst gehören die verschiedenen Pyramiden, die man in der Adventszeit an allen Ecken und Enden bewundern kann. Hier brauchen die Schnitzer besonders viel Gefühl, um die hauchdünnen Späne abzuschälen, aus denen sich die stilisierten Zweige der Bäume ergeben. Hinsichtlich der ausgewählten Figuren wird in den meisten Fällen auf die christliche Weihnachtsgeschichte zurück gegriffen. So finden sich häufig Schäfer mit ihren Tieren, die an die Geburt des Jesuskindes im Schafstall erinnern sollen. Auch seine zwölf Apostel geben sich im Reigen der Pyramiden oft ein Stelldichein. Diese Zusammenstellung findet sich auch bei den Weihnachtskrippen wieder, bei denen sich viele Hobbybastler selbst versuchen und die Umgebung selbst zu schnitzen versuchen und nur hinsichtlich der Figuren auf die Kaufangebote der Holzschnitzkunst zurück greifen. Holz war eines der ersten Materialien, das der Mensch für die Schaffung von transportabeln Kunstgegenständen verwendete und in vielen Regionen haben sich historisch tief verwurzelte Traditionen in der Holzschnitzkunst herausgebildet. In deutschen Landen ist das vor allem das Erzgebirge, dessen filigrane hölzerne Weihnachtsdekorationen auf den Märkten jedes Jahr Höchstpreise erzielen. Am günstigsten bekommt man sie direkt vom Hersteller oder aber auf den zahlreichen Märkten in der Vorweihnachtszeit, wenn man sich am Wochenende auf den Weg ins Erzgebirge macht. Es wurde oft versucht, sie maschinell zu kopieren, aber die Einzigartigkeit dieser schnitztechnischen Kunstwerke ist mit industriellen Mitteln einfach nicht zu erreichen.

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